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Blackface: »Jim-Crow«…

BLACKFACE…

     Der für die öffentliche Sicherheit zuständige Beamte von New Orleans schrieb, daß »Marihuana die entsetzlichste und verwerflichste Droge [sei], die New Orleans je erreicht« habe. 1910 wies er warnend darauf hin, daß es allein in Storeyville 200 Menschen gebe, die regelmäßig Marihuana nehmen.

     Von 1910 bis in die 30er Jahre hinein, so glaubten der Bezirksstaatsanwalt, die für die öffentliche Sicherheit zuständigen Beamten und die Zeitungen von New Orleans, habe sich der schlechte Einfluß von Marihuana darin gezeigt, daß es die »Schwarzen« denken ließ, sie seien so gut wie der »weiße Mann«.

     Man machte Marihuana dafür verantwortlich, daß schwarze Unterhaltungskünstler es erstmalig ablehnten, vorschriftsgemäß ihre Gesichter einzuschwärzen.[2] Und wenn Schwarze hysterisch zu lachen begannen, weil ihnen befohlen wurde, die Straßenseite zu wechseln oder sich in den hinteren Bereich der Straßenbahn zu scheren etc., dann schrieb man das der Wirkung von Marihuana zu.

Das Blackface-Team McIntyre und Heath sorgte jahrzehntelang für Lachstürme beim weißen Publikum.

Das Blackface-Team McIntyre und Heath sorgte jahrzehntelang für Lachstürme beim weißen Publikum.


     [2] Das stimmt wirklich, es ist keine Täuschung. Aufgrund einer kuriosen Wendung in den »Jim Crow«-Gesetzen (eine Rassentrennung nach der Art der Apartheid) wurden im tiefen Süden schwarze Amerikaner von allen Bühnen verbannt - und an den meisten anderen Orten im Norden und Westen auch. Schwarze mußten sich in den 20er Jahren ihre Gesichter schwarz färben, so wie Al Jolson, als er »Swanee« sang. Weiße Unterhaltungskünstler benutzten auch entsprechende Farbe, wenn sie Farbige imitieren wollten. Nach den »Jim Crow«-Gesetzen sollte es eigentlich überhaupt keine Schwarzen auf der Bühne geben, aber wegen ihrer besonderen Fähigkeiten wurde ihnen erlaubt, verstohlen dutch Hintertüren zu kommen, sich das Gesicht schwarz zu färben und dann so zu tun, als ob sie eine weiße Person seien, die die Rolle einer schwarzen Person spielt …

the authorized on-line version of Jack Herer’s “The Emperor Wears No Clothes”
text from “The Emperor Wears No Clothes” © Jack Herer
CD-ROM and web presentation © 0=2

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Inhaltsverzeichnis
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Englische Originalausgabe: Copyright © 1985, 1986, 1991, 1992 by Jack Herer
Deutsche übersetzung: Copyright © 1993 bei Zweitausendeins, Postfach, D-60381 Frankfurt am Main

English/Englische Originalausgabe

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